
MAYBACH-SEMINAR: „Die sieben Todsünden der Softwareentwicklung“
Eine ganzheitliche Betrachtung der Elektronik- & Softwareentwicklung
Seit Jahrzehnten gibt es in der Technik einen durchgehenden Trend zu mehr Elektronik und vor allem zu mehr Software. Das gilt für viele Bereiche, insbesondere aber für die Automobilindustrie. Hierbei handelt es sich nicht um ein lineares Wachstum, sondern entsprechend dem Mooreschen Gesetz um einen exponentiellen Anstieg. Damit einher ging eine Explosion der Komplexität.
Um die Herausforderung zu meistern, wurden Prozesse, Methoden und Technik entwickelt. Eine lange Zeit konnte damit die Effizienz und auch die Qualität ausreichend gesteigert werden. Das systematische Problem der steigenden Komplexität wurde teilweise kompensiert.
In den letzten Jahren gelingt dies aber immer weniger, die Kosten und Entwicklungszeiten wachsen immer weiter an. Die Prozesse werden immer aufwendiger. Der gewünschte Effekt, einen kontrollierten und vorhersehbaren Software-Entstehungsprozess zu erhalten, stellte sich aber nicht ein. Diese Problematik ist so umfassend, dass die Ausmaße längst von außen sichtbar sind. Große und kleine Firmen können dem Druck der Konkurrenz nicht mehr standhalten, ein in Jahrzehnten geschaffener Vorsprung geht verloren. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten einer ganzen Industrie sind nicht mehr zu leugnen.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine Fehlentwicklung – die Prozesse übersehen den Menschen – die einige Kreatur die zu komplexen Entwicklungsleistungen fähig ist. Die dahinterstehende Problematik lässt sich in sieben Elementarfaktoren einteilen, die bei Missachtung zum Scheitern führen.
Referentenvorstellung

Dipl.-Ing. (FH) Oliver Buntz ist seit über drei Jahrzehnten in der Elektronik- und Automobiltechnik tätig. Nach seiner Ausbildung bei EnBW und dem Wehrdienst in der Elektronikstaffel der Luftwaffe studierte er Elektrotechnik an der FH Konstanz. Er arbeitete zunächst in der Entwicklung von Steuerungen für Werkzeugmaschinen und wechselte später zu einem US‑Automobilzulieferer. Zuletzt verantwortete er bei ZF die Entwicklung weltweit eingesetzter Airbag-Steuergeräte. Nebenberuflich wirkt er in einem Ingenieurbüro für Haushaltsgeräteelektronik mit. Seine Laufbahn ist geprägt von tiefgehender Expertise in funktionaler Sicherheit und sicherheitskritischer Elektronik.
Das Maybach-Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg Campus Friedrichshafen in Zusammenarbeit mit dem IWT Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer, bei der in einem oder mehreren Vorträgen aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert werden.
Zur Zielgruppe des Seminars gehört die allgemeine Öffentlichkeit, dazu zählen Mitarbeiter der regionalen Industrie, Angehörige der DHBW und anderer Hochschulen, Privatpersonen sowie auch Studierende in höheren Semestern.
Das IWT behält sich vor, bei zu geringer Teilnehmerzahl oder aus anderen triftigen Gründen ein Seminar abzusagen. Es behält sich weiter vor, auch kurzfristig einen Dozenten zu ersetzen.
