Robot Operationg System (ROS)

Das Robot Operating System (ROS) etabliert sich mehr und mehr als Standard auf dem Gebiet der stationären und mobilen Robotik. Die Anwendungsgebiete sind umfassend und reichen von industriellen Anwendungen bis hin zur autonomen Fahrzeugtechnik.

Um Entwickler, Anwender und Interessenten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie auf die Arbeit mit ROS vorzubereiten, bietet das IWT künftig mehrtägige Schulungen im Bereich der Roboterprogrammierung mit ROS an.

Ziel der Schulung ist es, die Teilnehmer Schritt für Schritt mit ROS Grundlagen und Anwendungen vertraut zu machen, dass dieses umfassende Framework verstanden und eigenständig umgesetzt werden kann. Theoretische Inhalte werden im Workshop-Format vermittelt und die neu gewonnenen Erkenntnisse anschließend an realen mobilen und stationären Robotern (z.B. Turtlebots, Universal Robot) direkt erprobt, getestet und angewendet.

Zielgruppe: Die Schulung ist sowohl für ROS-Einsteiger als auch für fortgeschrittene Anwender geeignet und wird von hochqualifizierten Trainern begleitet, die seit mehreren Jahren täglich mit ROS arbeiten. Das Training schließt mit einem Zertifikat ab.

Das gesamte Training findet vorrangig englischer Sprache statt wobei beide Trainer sehr gut Deutsch und Englisch sprechen.

Zur Terminbuchung:

05.-08. Oktober 2020: https://www.iwt-bodensee.de/event/ros-3/

19.-22. Oktober 2020: https://www.iwt-bodensee.de/event/ros-2/

03.-06. November 2020: https://www.iwt-bodensee.de/event/ros-4/

Sie möchten mehr über ROS erfahren?

In diesem Video erfahren Sie in nur 5 Minuten, was ROS ist, wie es entstanden ist und warum ROS in Zukunft für die verschiedensten Bereiche der Robotik immer relevanter wird. Auf der ROS.org Seite finden Sie eine geschichtliche Zeitleiste sowie interessantes Hintergrundwissen und die Anbindung zur ROS Community.

Vorteile von ROS

  • ROS verwendet moderne Programmiersprachen wie Python oder C++. Damit bietet ROS eine optimale Grundlage für komplexe industrielle Applikationen.
  • ROS zieht eine breite Entwickler- und Anwendergemeinde an sich.
  • ROS ist leicht zu erlernen und Entwickler gelangen auf relativ einfachen Weg zum Aufbau und Umbau, in der Analyse und Beobachtung ihres Systems.
  • ROS bietet Komponenten für Manipulation, Navigation und Bildverarbeitung, aber auch Treiber, Algorithmen sowie Diagnose- und Entwicklungswerkzeuge.
  • Durch den Open Source Gedanken sind die ROS Komponenten frei verfügbar, herstellerunabhängig, standardisiert und entstehen partizipativ. Einmal entwickelte Komponenten können mehrfach verwendet werden, was die Entwicklung und Inbetriebnahme von Robotersystemen effizienter macht.
  • ROS bietet den Rahmen für Applikationen, in denen verschiedene Sensoren und Aktoren beliebiger Hersteller verschiedene Aufgaben übernehmen und komplexe Algorithmen die Entscheidungen treffen. ROS lässt sich also herstellerübergreifend einsetzen und bietet – ganz im Sinne von Industrie 4.0 ein vernetztes, interoperables System.
  • Jedermann kann die Komponenten als Basis für Neu- oder Weiterentwicklung nutzen.
  • Aufgrund seiner Offenheit und einfachen Erweiterbarkeit entwickelte sich ROS schnell zu einem Standard in der universitären Roboterforschung

Entwicklungen mit ROS am IWT:

Patrick Leber hat am IWT seine Masterarbeit zu dem Thema „Integration eines mobilen Roboters und Umsetzung einer markerbasierten Lokalisierung in ROS“ geschrieben und erklärt in dem folgenden Interview, was er gemacht hat, mit welchen Herausforderungen er dabei konfrontiert war und zu welchen Erkenntnissen er gekommen ist: https://lnkd.in/eDAwCYt